Wenn Katzen bei uns abgegeben werden, weil die Besitzer sie nicht mehr halten wollen, dann fragen wir auch immer nach, was die Gründe dafür sind, dass man sie ins Schnurrhaus nach Zürich gebracht hat. Und es sind fast immer die gleichen wenigen Begründungen.

Zu viele Haare und Dreck

Katzen sind an sich reinliche Tiere, aber es sind eben auch Tiere, die nicht in Kleidern herumlaufen. Auch wenn sie das Katzenklo benutzen können, kann immer mal ein wenig Katzenstreu danebengehen oder es kann im Bad etwas streng riechen. Manche Neubesitzer haben entweder nicht daran gedacht oder sind von Gerüchen und Haaren überwältigt.

 Zu eigenständig

Wer sich eine ausgewachsene Katze oder einen Kater holt, wird sich zwar freuen, wenn das Tier zufrieden schnurrend auf dem Schoß sitzt, muss aber davon ausgehen, dass das die Ausnahme ist. Katzen sind eben keine klassischen Kuscheltiere, sondern haben einen ausgeprägten, eigenen Willen.

 Katzen zerstören alles

Eigentlich kann man Katzen sehr gut in der Wohnung halten und sie lassen das Inventar auch in Ruhe, wenn man ein paar Grundregeln befolgt. Eine ist, die Katzen zu beschäftigen, wann immer es möglich ist, so dass sie nicht aus Langeweile anfangen mit den Tapeten zu spielen. Eine andere ist, ihnen Spielzeug und vielleicht auch andere tierische Gesellschaft zu geben, zum Beispiel eine zweite Katze oder einen Kater.

Vermenschlichung

Es ist ein Problem, das fast alle Haustierbesitzer zu einem gewissen Grad haben. Wir sehen in unseren Haustieren einen guten Freund, überwältigen sie mit gut gemeinter Liebe, vergessen dabei aber, dass sie im Herzen wilde Tiere sind, die immer noch grundlegende Instinkte der Raubkatzen bzw. Wildkatzen haben. Deswegen kann man Katzen schnell überfüttern, sie können aber auch von zu viel Zuneigung so frustriert sein, dass sie dem Menschen aus dem Weg gehen.

Wenn wir Katzen abgeben, dann sprechen wir im Tierheim diese Probleme immer mit den neuen Besitzern an. Schließlich wollen wir ein gutes, neues Zuhause für unsere Schützlinge finden.